geboren 1959 in Köln, lebt in München. Pomp arbeitet seit 1992 im atelier hpca des Heilpädagogischen Centrum Augustinum, München. Hier entstand ein umfangreiches künstlerisches Werk von mehreren Tausend Arbeiten in Ölkreiden auf Papier.

Die Malerei – oder sollte man sagen: Zeichnung? – von Uschi Pomp ist gestisch bestimmt. In unzähligen Überlagerungen werden lange Strichbahnen vertikal über das Blatt hinaus geführt und wieder zurück.  Die einzelnen Farbschichten modulieren, vermischen, verschmelzen dabei zu einer dichten Farbwirkung. Was bei dieser Arbeitsweise dennoch sichtbar bleibt, ist die Spur der körperlichen Bewegung.

Pomp arbeitet zumeist mit beiden Händen gleichzeitig. In jeder einen Kreidestift haltend, der unter dem Gewicht des Andrucks rasch zusammenschrumpft und sich als pastige Schicht über den Malgrund legt. Aus einem anfänglichen Gewirr von Einzelstrichen bilden sich bald eingrenzbare Zonen, die im Bildrechteck zueinander in Spannung treten. Mitunter werden sie auch völlig zusammengeführt und durch figurative Elemente überschrieben.

Klaus Mecherlein    

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