August Walla war der wohl vielseitigste der Gugginger Künstler, lebte von Herbst 1983 bis zu seinem Tod im Juli 2001 im Haus der Künstler. Er ist in Klosterneuburg aufgewachsen und hat von Kindesbeinen an seine Umgebung durch das Bemalen von Wänden, Straßen, Steinen, Telefonmasten, aber auch durch das Anbringen von selbstgefertigten Symbolen aus Blech auf Bäumen und vieles mehr, gestaltet.
Das für viele Besucher wohl beeindruckendste Erlebnis ist das Betreten seines Zimmers - Walla hat dort in den letzten eineinhalb Jahrzehnten sein eigenes „Universum" mit all den verschiedenen Göttern und für ihn wichtigen Personen sichtbar gemacht. August Walla zeigte Besuchern gerne sein „Universum"; er saß auf seinem Bett, wies auf die Gestalten, sagte wen sie darstellen. Fragen der Besucher wurden jedoch nur knapp beantwortet.
Er war ein Einzelgänger, aber jeder in Gugging und Umgebung kannte ihn. An Nachmittagen war er meist nicht zu Hause. Man traf Walla eher im Supermarkt oder in einem Gasthaus. Den Vormittag und Abend widmete er seinen künstlerischen Werken. Waren es in den 8oer Jahren hauptsächlich großformatige, so arbeitete er in den letzten Jahren auf Papier mit Farbstiften in verschiedensten Formaten. Walla zeichnete immer an mehreren Blättern parallel - Leinwände entstanden zuletzt nur sehr selten. Seine Themen waren sehr breit gestreut und beinhalteten ebenso seine Götter und deren Welten wie auch Dinge des täglichen Lebens.

Art / Brut Center Gugging

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August Walla Kunst und Krankheit

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