Franz Kernbeis wurde 1935 in Priglitz, NO geboren und lebt seit 1981 im Haus der Künstler in Gugging. 1990 erhielt er, wie auch alle anderen Künstler aus Gugging, den Oskar Kokoschka-Preis.

Unregelmäßig entstehen seine Werke. Die Zahl 2000 gefiel Kernbeis - das war wahrscheinlich auch der Grund, weshalb 1999 nur wenige Werke entstanden, da er stets beteuerte „Ich zeichne erst im 2000er Jahr wieder!". So war es dann auch.
Kernbeis setzt sich nieder, nimmt einen Bleistift, überlegt kurz und umreisst dann mit einem durchgehenden, schnellen, kräftigen Strich die von ihm gewählte Form. Seine Hauptthemen sind Fahrzeuge jeder Art, Blumen, Bäume, Tiere und auch Häuser. Nach dem Finden der Form signiert er das Blatt, immer nach dem Datum fragend, wird auch dieses dann je nach Laune hinzugefügt oder weggelassen. Er sucht sich die Farben aus und beginnt die zuvor gezeichnete Kontur auszufüllen - legt dabei eine Farbschicht über die andere - spricht dabei, singt dabei. Von dem Bauernhof seiner Eltern, von seinen Geschwistern, dem Garten, der Arbeit auf dem Feld und dem Zugfahren erzählt er gerne während er zeichnet. Oft steht er hastig auf, der Stuhl fällt dabei um und mit dem Satz „Ich zeichne heute nix mehr, ..." beendet er seine Arbeit. Kernbeis geht schnell aus dem Zimmer um zu rauchen.

Franz Kernbeis' Werke entstehen in mehreren Etappen und sind vom Stil her unverwechselbar klar, archaisch und kraftvoll. Durch die Überlagerung der unzähligen Striche entsteht ein dreidimensionales Ganzes, welches das Auge des Betrachters gefangen nimmt. Einzelne Bildteile stehen als eigene Kunstwerke für sich und werden interessant-harmonisch-spannend. Das ist sowohl bei seinen monochromen Bildern, bei denen er hauptsächlich Bleistift verwendet, als auch bei den farbigen der Fall.

Art / Brut Center Gugging

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