Der Lust- und der Windradelbaum vor dem Haus der Künstler, die Vogel- und Nisthäuschen, die Froschleiter beim Biotop und vieles mehr wird von dem seit 1981 im Haus der Künstler lebenden Johann Garber in seiner Werkstatt - im Keller des Hauses - gebastelt oder so wie die Tische und Bänke des Gartens zumindest bemalt.

Überall im und um das Haus der Künstler hinterlässt Garber seine Spuren und er gestaltet sich seine Räume selbst. Im Sommer sitzt er meistens in dem „Salettl" hinter dem Haus der Künstler und von dort aus werden alle, die das Haus betreten, lautstark begrüsst. Besuchern zeigt er gerne sein Zimmer, in welchem über 240 seiner Werke hängen. Das Zimmer hat Garber gestaltet und seine Mitbewohner Johann Korec und Heinrich Reisenbauer sind damit einverstanden. Seine mit feiner Feder und Tusche in den verschiedensten Formaten ausgeführten Arbeiten begeistern die Betrachter und es entstehen oft rege Diskussionen zwischen dem Künstler und dem Besucher, die Thematik, die Genauigkeit und die Geduld betreffend. Ob es sich um die Darstellung von Orten, Tieren, Begebenheiten oder Menschen handelt - Sonne, Mond sowie irgendein Flugobjekt finden sich fast immer in seinen Zeichnungen. Mit „... das ist halt so ..." werden von Johann Garber dahingehende Fragen beantwortet. Seine „Führung" geht dann vorbei an den von ihm bemalten Türstöcken und Lichtschaltern in den Keller - seine Werkstatt. „Das ist jetzt ein Kunstobjekt", sagt er schon beim Betreten seiner Werkstatt, in der auch viele seiner Bilder hängen, und stellt damit den von ihm 1983 bemalten alten Ofen vor. Vor diesem lässt er sich auch gerne fotografieren oder filmen. Garber weist dann auch immer auf die Fotos, die ihn beim Bemalen eines „Ohres" und vor einem Ohr zeigen. Es handelt sich dabei um die „Ohren des Klangtheaters Ganz Ohr", die er für den österreichischen Rundfunk Ö1 bemalt hat. Er erzählt dann mit Begeisterung, dass für den Transport und das Wenden der großen „Ohrskultpur" - welche jetzt vor dem Radio-Kulturhaus steht - ein Lastwagen mit Kran benötigt wurde.

Johann Garber, der wohl kommunikativste von den Gugginger Künstlern, führt jedoch nicht nur gerne durch das Haus und seine Zimmer, sondern er reist auch gerne zu Ausstellungseröffnungen und präsentiert dort seine Werke.

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